Glossar

Hier werden kurze Erläuterungen gegeben zu Abkürzungen und Fachbegriffen rund ums digitale Bild und Video, auf die Sie beim Blättern in unseren Seiten stoßen!

AVI

(Audio Video Interleave) Von Microsoft eingeführtes Format, das eine gemeinsame Speicherung von Bild und Ton in einer Datei ermöglich. AVIs können sich untereinander durch verschiedene Kompressionsformate (sog. Codecs) unterscheiden, entsprechende Codec müssen installiert sein.

CODEC

(COmpressor - DECompressor (COdieren - DECodieren) Kompression und rückwärtige Entschlüsselung unkomprimierter Video- und Audioströme nach einem speziellen Algorithmus (z.B. MPEG2). Bei der Komprimierung wird bereits das Dateiformat festgelegt, in welches die Daten umgewandelt werden sollen (z.B. AVI).

Digital GEM

(Grain Equalization and Management) Dient der automatischen Filmkornglättung in gescannten Bildern (grobkörnige, schnelle Filme). Softwarebasiertes Verfahren zur Bildoptimierung von höchstauflösenden Scans - kann aber auch zur Verbesserung verrauschter Aufnahmen angewendet werden (z.B. Nachtaufnahmen). Das Verfahren wurde von der Firma Applied Science Fiction entwickelt und in der Scansoftware NiconScan implementiert.

Digital ICE

(Image Correction and Enhancement) Von der Firma Applied Science Fiction entwickeltes hardwarebasiertes Verfahren zur Staub- und Kratzerbeseitigung beim Scannen von Farbfilmen. Zusätzliche Infrarotabtastung erkennt sehr zuverlässig entsprechende "Bildfehler" und gleicht diese im lokalen Bildkontext aus. Das Verfahren kann nicht auf SW-Vorlagen angewendet werden.Für den speziellen Filmtyp Kodachrome sind zuverlässige Korrekturen zur Zeit nur mit dem Filmscanner Nikon Coolscan 9000 ED möglich, bei dem das weiterentwickelte Verfahren ICE4 Professional integriert ist.

Digital ROC

(Restauration of Colors) Von der Firma Applied Science Fiction entwickeltes Verfahren zur softwarebasierten Restaurierung älterer vergilbter oder verblasster Fotos.

DPI

(Dots per Inch) Maßeinheit für die Bildauflösung bei Scannern, Monitoren und Druckern. DPI gibt an, in wie viele Bildpunkte (Pixel) pro Inch (= 2,54 cm) ein Bild unterteilt ist. Zum Vergleich: Die Auflösung von Digitalkameras wird in Megapixel beschrieben (1 Megapixel = 1 Mio Bildpunkte).

DVD

Speichermedium. Kunstwort stand vormals für verschiedene Abkürzungen. Heute ist DVD laut DVD-Forum ein eigenständiger Begriff und unabhängig von einer Langform. Es gibt einerseits DVD-Formate für spezielle Verwendungszwecke (ursprünglich nur mit Lesezugriff):- DVD-Video (bewegte Bilder und Ton),- DVD-Audio (Standbilder, Ton), - DVD-ROM (Computerdaten).Folgende DVD-Formate können vom Konsumenten selbst beschrieben werden:- DVD-R,- DVD+R,- DVD-RW,- DVD+RW,- DVD-RAM.Ein ausführlicher Überblick findet sich unter anderem bei WIKIPEDIA.ORG.

DVD-R, DVD+R

(R = recordable; beschreibbar) Einseitige, nur einmal bespielbare und nicht editierbare DVD des "Minus"- bzw. "Plus"-Standards mit einer Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte.Beide können mit Datenstrukturen der Formate DVD-Video, DVD-Audio oder DVD-ROM beschrieben werden.DVD-R ist in Europa derzeit noch weiter verbreitet als DVD+R und ist mit fast allen DVD-Video kompatiblen Laufwerken abspielbar. Der Minus-Standard stammt vom offiziellen DVD-Konsortium, der Plus-Standard von einem anderen Herstellerkonsortium (daher auch verschiedene Logos).Wenn eine DVD nur gelesen werden soll, ist der Unterschied zwischen Plus- und Minus-Standard in der Regel unerheblich.

DVD-RAM

(DVD Random Access Memory) Das erste wiederbeschreibbare Format - bis zu 2,6 GB Speicherplatz pro Seite , das vom DVD-Forum verabschiedet wurde. DVD-RAM-Laufwerke beschreiben Medien im sogenannten Phase-Change-Verfahren. Die DVD-RAM ist ein wiederbeschreibbares Medium, das wie eine Festplatte ohne Brennprogramm beschrieben werden kann. Geringere Verbreitung als DVD-R oder DVD+R . Kann auf konventionellen DVD-Playern nicht abgespielt werden. Wird von Hitachi, Panasonic und Toshiba unterstützt. Besondere Eignung als Medium zur Datensicherung für Computeranwendungen.

DVD-Video

Technische Spezifikation zur Speicherung von Videos auf einem DVD-Datenträger, der auf DVD-Playern abgespielt werden kann. Die Standardisierung erfolgte durch das DVD-Forum. Sie kann nicht gelöscht oder überschrieben werden. Die Videodaten einer DVD liegen normalerweise als MPEG2-komprimierter Datenstrom vor. PAL-DVDs haben eine Auflösung von 720 x 576 Pixel mit einer Bildfrequenz von 25 Hz. In der Alltagssprache wird der Ausdruck "DVD" häufig im Sinne eines DVD-Videos verwendet.

GANE

(Grain and Noise Elimination) Dient der automatischen Filmkornglättung in gescannten Bildern (grobkörnige, schnelle Filme). Softwarebasiertes Verfahren zur Bildoptimierung von höchstauflösenden Scans - kann auch zur Verbesserung verrauschter Aufnahmen angewendet werden (z.B. Nachtaufnahmen). GANE ist in der Scansoftware Silverfast integriert.

JPEG

(Joint Photographic Experts Group) Standardisiertes Komprimierungsverfahren zur Verringerung der Dateigröße von Bilddaten. Je stärker ein digitales Bild komprimiert wird, desto höher ist der Verlust an Bildinformationen (Reduzierung des Farbumfangs). Besonders geeignet für Farbbilder bis 24 Bit Farbtiefe. Die Kompressionsverfahren von bewegten Bildern, MPEG1 und MPEG2, bauen auf JPEG auf.JPEG (auch JPG) ist das am weitesten verbreitete Format zur Speicherung von digitalen "natürlichen" Rasterbildern (Fotographie). JPEG ist ungeeignet für Strichzeichnungen oder Schwarzweiss-Bilder (nur Schwarz und Weiß). Ändern und erneutes Speichern eines Bildes im JPEG-Format bedingt eine weitere Komprimierung (prinzipielle Ausnahmen: verlustfreie Bilddrehungen um 90°, 180° und 270°, Bildspiegelungen, Beschneidung von Rändern um Vielfaches von 16 Pixeln). Eine ausführliche Beschreibung des Verfahrens findet sich unter anderem bei WIKIPEDIA.ORG.

Megapixel

Gängiges Maß zur Beschreibung der optischen Auflösung von Digitalkameras: 1 Megapixel = 1 Millionen Bildpunkte (Pixel). Die Auflösung von Digitalkameras wird in Megapixel beschrieben.

Multi-Exposure

Verfahren zur Verbesserung der Dynamik bei dem Scannen von Durchsichtsvorlagen, implementiert in SilverFast. Der maximale Dynamikumfang des Originals wird durch mehrfaches Scannen mit unterschiedlichen Belichtungen erfasst. Dieses Verfahren unterscheidet sich vom Multi-Sampling Verfahren, in welchem durch mehrfaches Scannen mit derselben Belichtungsintensität allgemeines Rauschen im Bild entfernt wird. Multi-Exposure entfernt nicht nur Rauschen sondern erhöht zusätzlich den Dynamikumfang der Hardware.

MPEG2

(Moving Picture Experts Groups) Ein Standard für die Kompression von Videobildern (Codec). Komprimiert Einzelbilder sowie Folgen von Einzelbildern durch Vergleich der Unterschiede zwischen ihnen. MPEG2 ist der Codec für DVD-Komprimierung, wird auch bei Digital-TV genutzt. Bildauflösung beträgt bis zu 720x576 (DVD-Qualität) und 480x576 (SVCD).

NTSC

(North American Television Standards Committee) Das Sendeformat NTSC wird insbesondere in den USA, Kanada und Japan eingesetzt. NTSC-Signale werden mit 29,97 Frames pro Sekunde wiedergegeben (720 x 480). Von PAL-Fernsehern ist eine Wiedergabe nicht möglich.

PAL

(Phase Alternating Line) Derzeit gültige Fernsehnorm in Deutschland. Die Bildwiederholungsrate beträgt 50 Halbbilder (25 Frames). Von 625 Zeilen tragen 576 Bildinformationen (720 x 576).

Pixel

Kunstwort für "Picture Elements" (Bildpunkte): Kleinste digitale Einheit eines Bildes oder Bildschirms (auch: kleinste lichtempfindliche Bildzelle einer Digitalkamera).

QUXGA

(Quad Ultra Extended Graphics Array) Es bezeichnet in der Computergrafik allgemein eine Bildauflösung von 3200 × 2400 Pixel (Seitenverhältnis 4:3).Geräte mit dieser Auflösung sind derzeit noch seltens. SUXGA.

QXGA

s. SUXGA.

SuperVideoCD (SVCD)

SVCD ist der erweiterte Standard der VCD und baut auf der MPEG2-Kompression auf (wie DVD, aber geringere Auflösung und Datenrate). Dieser unterstützt variable Datenraten für eine erhöhte Bildqualität, reicht aber nicht an die einer DVD heran. Je nach gewählter Komprimierung passen auf eine CD ca. 35 bis 80 Minuten Videomaterial. Die Auflösung beträgt für PAL 480 x 576 Pixel.

SUXGA

(Super Ultra Extended Graphics Array) Es bezeichnet allgemein eine Bildschirmauflösung von 2048 × 1536 Pixel (Seitenverhältnis 4:3). Alternative Bezeichnung QXGA (Quad Extended Graphics Array): vervierfachte Pixelanzahl gegenüber XGA.

SVGA

(Super Video Graphics Array) Nachfolger des Computergrafik-Standards VGA, der bestimmte Kombinationen von Bildschirmauflösung, Farbanzahl (Bittiefe) sowie Wiederholfrequenz definiert. SVGAs lösen 800×600 Pixel bei 256 Farben auf, in einer reduzierten Farbtiefe von 16 Farben können 1024 x 768 Pixel dargestellt werden. SVGA steht oft auch einfach für die Auflösung 800 × 600 Pixel (Seitenverhältnis 4:3).

SXGA

(Super Extended Graphics Array) Erweiterte XGA-Grafikfähigkeit. Es bezeichnet üblicherweise eine Auflösung von 1280 × 1024 Pixel (Seitenverhältnis 5:4; oft bei TFT- und LCD-Flachbildschirmen). SXGA+ (Super Extended Graphics Array Plus) Bezeichnet in der Computergrafik allgemein eine Bildauflösung von 1400 × 1050 Pixel (Seitenverhältnis 4:3).SVGA+ Bildschirme sind zumeist Notebook-Bildschirme.

TIFF

(Tagged Image File Format) Dient der verlustfreien Speicherung von Bilddaten. Besondere Eignung für Archivierung und Druckerzeugung sowie den Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen und Software (Farbtiefe: in der Regel 24 Bit, 48 Bit).

UXGA

(Ultra Extended Graphics Array) Es bezeichnet eine Bildschirm-(Grafikkarten-)auflösung von 1600 × 1200 Pixel (Seitenverhältnis 4:3, 12:9).

VGA

(Video Graphics Array) Bezeichnet einen (veralteten) Computergrafik-Standard, der bestimmte Kombinationen von Bildauflösung und Farbanzahl (Bittiefe) sowie Wiederholfrequenz definiert.Die höchste Auflösung beträgt im Textmodus 720 x 400 Pixel und im Grafikmodus 640 x 480 Pixel (320 x 200 bei 256 Farben). Das Seitenverhältnis entspricht 4:3.

Video CD (VCD)

VCD ist ein Standard für das Speichern von Videodaten auf einer CD, um sie auf speziellen Wiedergabegeräten (VCD-Playern, CD-/DVD-Playern) am Fernseher oder Computer abzuspielen. Die im Standard MPEG1 festgelegte Auflösung beträgt für PAL 352 × 288 Bildpunkte mit 25 Bildern pro Sekunde. Die Bildqualität entspricht ungefähr einem VHS-Video. Teilweise sind Unschärfen, Kompressionsartefakte und ruckartige Bewegungen zu erkennen. Die maximale Abspieldauer beträgt rund 79 Minuten.

XGA

(Extended Graphics Array) Computergrafik-Standard, der bestimmte Kombinationen von Bildschirmauflösung, Farbanzahl (Bittiefe) sowie Wiederholfrequenz definiert. XGA steht oft für die Auflösung 1024 × 768 Pixel (Seitenverhältnis 4:3). Weitere gebräuchliche Bezeichnung: XVGA (Extended VGA)

XVGA

s. XGA