FAQ

Kann ich meine Scan-Vorlagen, Videos und Filme oder Tonträger auch persönlich oder über Kurierdienste einreichen?

Ja. Der überwiegende Teil unserer Kunden aus Berlin und Brandenburg nutzt diese Möglichkeit. Hierfür wird vorab ein konkreter Termin per Email oder telefonisch vereinbart. Wir bemühen uns, in Einzelfällen auch Termine außerhalb unserer üblichen Bürozeiten anzubieten.

Mit welchen Scannern werden die Dias und Negative gescannt?

Für das Scannen von Kleinbild- und Mittelformaten sowie APS-Filmen werden bei uns speziell für Durchsichtvorlagen konzipierte Film-Scanner von Nikon eingesetzt. Mit unserem Profigerät von Microtek können Großformate bis ca. 20,3 cm x 25,4 cm (8" x 10") gescannt werden. Mit der patentierten Emulsion Direct Imaging Technologie (E.D.I.T.) lassen sich dabei Großformate der Größe 4" x 5" Inch (10,16 cm x 12,7 cm) verzerrungsfrei im glaslosen Filmhalter scannen. Alle Geräte durchleuchten die Filme mit höchster Präzision. Für die Analog-Digital-Wandlung (A/D-Wandlung) werden die Vorlagen mit einer maximalen Farbtiefe von 16 Bit je Farbkanal gescannt. Da die Scanner einen sehr hohen Tonwertumfang besitzen, ist dabei ein Erkennen und Unterscheiden von Details selbst in dunkelsten und hellsten Bildteilen (Dmax, Dmin) möglich. Insbesondere für das hochwertige Scannen von Dias kommt der hohen Maximaldichte eine Schlüsselrolle zu (Dmax: ca. 4,8).

Mit welchen Scannern werden Fotos und Drucke gescannt?

Aufsichtvorlagen werden mit der Flachbett-Einheit unseres Scanners von Microtek abgetastet. Fotoabzüge und Drucke werden bis 21,6 cm x 35,5 cm mit einer Farbtiefe von 16 Bit je Kanal digitalisiert. Während des Scan-Prozesses erfolgt eine Entrasterung von Drucken. Die Kombination aus Hardware- und Softwaretechnologie unterstützt die Restauration und Farbwiederherstellung von beschädigten Vorlagen.

Filmkornglättung

Die Filmkorngröße ist abhängig vom Filmmaterial und dessen Belichtung. Das Korn kann in gescannten Vorlagen daher unterschiedlich stark sichtbar werden. Insbesondere bei Verwendung von hochwertigen Scannern, die selbst feinste Details der Filmvorlagen auflösen können, und bei sehr hohen Scan-Auflösungen kann sich die Körnigkeit erhöhen. Inwieweit die Körnigkeit aber störend wirkt, ist teilweise ein sehr subjektiver Eindruck.

Spezielle Verfahren wurden zur automatischen Kornglättung entwickelt, die zugleich auch zur Reduzierung von Rauschen (z. B. Nachtaufnahmen, aufhellen unterbelichteter Vorlagen, Schatten) angewendet werden können. Digitale Dienste Berlin verwendet vorwiegend den GANE-Filter in der Scan-Software Silverfast. Beide Korrekturverfahren sind in ihrer Stärke einstellbar und sind bereits im Scan-Prozess zuschaltbar. Zu beachten ist, dass mit zunehmender Kornglättung auch ein Weichzeichnungseffekt für das gesamte Bild eintritt. Falls eine starke Kornglättung erforderlich ist, empfiehlt es sich daher, eine Schärfung des digitalisierten Bildes anzuschließen. Für unsere Standard-Scans von APS-Filmen hat sich, kombiniert mit der ICE Kratzer- und Staubkorrektur, eine automatische Kornglättung von geringer Stärke bewährt.

Filmkornglättungen in Scans können in einigen Bildbearbeitungsprogrammen auch nachträglich durchgeführt werden (z. B. Digital GEM als plug-in für Photoshop, Dfine, NeatImage, NoiseNinja).

Der spezielle Filmtyp: Kodachrome-Dia

Dieser Filmtyp ist ein speziell aufgebauter hochwertiger Farbdiafilm von Kodak, der sehr feinkörnig und selbst über Jahrzehnte äußerst farbstabil ist. Kodachrome-Dias werden im K14-Verfahren von Kodak entwickelt. üblicherweise benötigen Farbdias den bekannten E6-Prozess. Da die meisten Scan-Methoden auf den Filmaufbau von E6-Dias ausgelegt sind, kann deren Anwendung auf die vielschichtiger aufgebauten Kodachromes nicht zu besten Ergebnissen führen: zumeist sind die Scans vor allem blaustichig.
Grundvoraussetzung für hochwertige Scans ist daher der Einsatz von Software, die eine optimierte spezielle Bearbeitung von Kodachrome-Dias vorsieht.
Da hardwarebasierte Kratzer- und Staubbeseitigungen ebenfalls für E6-Farbdias ausgelegt sind, sind ähnliche Qualitätsprobleme die Folge. Gegenwärtig ist lediglich der Film-Scanner Nikon Coolscan 9000 ED mit einem auf diesen Filmtyp optimierten Korrekturverfahren ausgestattet (ICE4 Professional).
Um die maximale Qualität aus diesen hochwertigen Filmen herauszuholen, Scannen wir daher Kodachrome-Dias mit unserem Nikon Coolscan 9000 ED (erhöhter Einrichtungsaufwand, daher höherer Preis im Vergleich zu anderen Kleinbild-Diafilmen).

Wie groß werden die gescannten Bilder? Wie viel Bilder passen auf eine CD?

Viele Fragen werden uns zu Bildgrößen und Dateigrößen gestellt. Nachfolgend daher einige kurze Infos.
PPI (pixel per inch) ist eine Maßeinheit für die Bildauflösung bei Scannern und gibt an, in wie viele Bildpunkte (Pixel) pro Inch (= 2,54 cm) ein Bild unterteilt ist. Häufig wird auch die Bezeichnung DPI (dots per inch) als Synomyn verwendet. Hierbei handelt es sich aber eigentlich um eine Maßeinheit für die Auflösung im Druck bzw. für andere Wiedergabegeräte.
Je feiner ein Film gescannt wird, desto größer werden folglich das digitale Bild (Pixelanzahl) und die Dateigröße. Letztere wird zudem bestimmt vom Dateiformat sowie von der gewählten Farbtiefe. Das Abspeichern eines Scans im JPEG-Format erfordert deutlich weniger Speicherplatz als das Abspeichern desselben Scans als TIFF-Datei. Wird bei TIFF die maximale Farbtiefe von 16 Bit statt 8 Bit gewählt, verdoppelt sich die Dateigröße.

Nachfolgend finden Sie für unsere Standard-Scans einige Größenangaben, exemplarisch für das Scannen eines farbigen Kleinbild-Dias. Da die JPEG-Komprimierung bildabhängig ist, sind die Angaben als grobe Orientierungswerte zu betrachten.

Standard-Scan

Bildgröße

Dateigröße

 

Pixel

Megapixel

TIFF*

JPEG**

A - 2000 ppi

ca. 2800 x 1900

ca. 5

16 MB

1,6 MB

B - 3000 ppi

ca. 4200 x 2800

ca. 11

36 MB

3,2 MB

C - 4000 ppi

ca. 5600 x 3800

ca. 21

64 MB

5,7 MB

* 8 Bit je Farbkanal; ** beste Qualität

Bei größeren Stückzahlen bietet sich die direkte überspielung der Scans auf externe Speichermedien unserer Kunden an.

Für welche Scan-Auflösung soll ich mich entscheiden?

Für Fotografen und Agenturen stellt sich diese Frage nicht, da eine Auflösung von mindestens 3000 ppi, in der Regel aber 4000 ppi üblich ist, wenn nicht sogar der Einsatz von ultra-hochauflösenden Trommel-Scannern gefordert ist.

Wenn Sie Gelegenheits-, Hobby- und semiprofessioneller Fotograf sind, fällt die Wahl einer geeigneten Scan-Auflösung etwas schwieriger. Es stellt sich zunächst die Frage, was Sie mit den digitalen Bildern machen möchten - nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt sondern auch zukünftig:

Letztlich entscheidet auch die Qualität der Aufnahmen sowie Typ und Feinkörnigkeit des Films, welche maximale Scan-Auflösung sinnvoll ist. Nachfolgend finden Sie erste Anhaltspunkte (Kleinbild-Format) - wir beraten Sie aber gerne ganz individuell!

Anwendungsbereiche

Standard-Scan

 

2000 ppi

3000 ppi

4000 ppi

Betrachtung,
Projektion

Fernseher

+

+

 

 

Beamer

+

 

 

 

Computer

+

+

+

Ausdrucke, Abzüge
(in Foto-Qualität*)

bis DIN A5

+

(+)

 

 

bis DIN A4

 

+

(+)

 

bis DIN A3

 

 

+

Archivierung

Standard**

 

+

(+)

 

hochwertig**

 

 

+

Bildbearbeitung

Amateur

+

+

+

 

Profi-Bereich

 

 

+

+: Empfehlung; (+): bedingt geeignet
* Annahme: Ausdruck / Print in 300 dpi
** Standard: "gute" Bildqualität;
** hochwertig: hochwertiges / feinkörniges Filmmaterial, sehr gute / professionelle Bildqualität

Unser Tipp: Vermeiden Sie "Billig-Scans" mit 500 oder 1000 ppi!

Scans mit 500 oder 1000 ppi sind für Archivierungen in aller Regel ungeeignet. Aber auch für Bildbetrachtungen am Fernseher und Computer oder für Bildprojektionen (Beamer) sind die geringen Auflösungen nur kurzzeitig ausreichend: Die rasanten Verbesserungen auf dem Gebiet der Bildschirm- und Computertechnologien (LCD-, Plasma-Bildschirm, digitale Bilderrahmen, Stichwort HDTV oder 4k usw.) werden zukünftig ganz neue Qualitäten der Bildwiedergabe unterstützen. Wir raten Ihnen daher dringend zu hoch auflösenden Scans, damit Sie auch langfristig neueste Technologien optimal nutzen können.
Denn: Ein digitalisiertes Bild lässt sich problemlos verkleinern, nicht aber sinnvoll vergrößern!

Kann ich meine Videos selbst weiterbearbeiten?

Jein. Die auf einer DVD-Video (VOB-Datei) integrierten Audio- und Videodaten sind grundsätzlich weiter bearbeitbar. Dies erfordert entsprechendes know-how und geeignete Software. Wenn Sie anhand der digitalisierten Videos eigene Filme zusammenstellen und bearbeiten möchten, empfehlen wir entweder die (zusätzliche) Ausspielung der digitalisierten Rohdaten (DV-AVI) oder aber die Ausspielung der komprimierten MPEG2-Datei.
Die MPEG2-Daten entsprechen den Video- und Audiosignalen der DVD-Video und lassen sich mit den meisten gängigen PC-Videosoftwarelösungen problemlos schneiden und bearbeiten.
AVI-Daten weisen die höchste Signalqualität auf. Zu beachten ist, dass eine Stunde digitalisiertes DV-Video eine Datenmenge von ca. 12 GB ergibt. Diese Daten werden vorrangig von Medienagenturen angefordert oder auch von ambitionierten Hobby-Filmern, die bereits vertraut sind mit entsprechender Videosoftware und leistungsfähige Computer nutzen. Unsere AVI-Daten werden wegen Kompatibilitätsgründen zumeist im MicrosoftDV-Codec ausgegeben.
Die Betrachtung von MPEG2 und DV-AVI-Daten ist am LCD-Fernseher möglich, wenn entsprechende Anschlüsse/Schnittstellen (USB, LAN, HDMI) genutzt werden können. Genauere Hinweise sind den Handbüchern der Geräte zu entnehmen!
Für Apple-Nutzer bieten wir die Ausspielung als .mov an (z. B. QuickTime/AppleDV).
Die Ausspielung von Video-Dateien erfolgt ausschließlich auf externe Festplatten. Diese können von unseren Kunden bereitgestellt werden oder bei uns bezogen werden (Tagespreise anfragen).

Speicherung auf CD und DVD

Zum Brennen der digitalisierten Dias, Negative und Videos verwenden wir Markenrohlinge der Formate CD-R bzw. DVD-R. Wir verzichten ausdrücklich auf das Bekleben von CDs und DVDs mit Labeln, da hohe Lesegeschwindigkeiten sowie Wärmeentwicklung zu Schäden in DVD-Laufwerken führen können.
Wir verwenden ausschließlich bedruckbare DVD-Rohlinge, sodass Sie beispielsweise DVD-Videos auch nachträglich mit Ihren eigenen Motiven versehen können. Insbesondere Tintenstrahl-Drucker unterstützen häufig den CD-Direktdruck.

Bereitstellung von eigenen externen Festplatten, USB-Sticks usw.

Sie können uns nach vorheriger Absprache Ihre eigene externe Festplatte zur überspielung eines größeren Datenvolumens, insbesondere bei Video-Dateien, bereitstellen.
Legen Sie in diesem Fall beim Versand Ihrer Vorlagen Ihre externe Festplatte in einer gepolsterten Verpackung bei. Fügen Sie unbedint auch benötigte Anschlusskabel bei (FireWire-, USB-, Strom-Kabel).
Für kleinere Datenmengen (v. a. Scans) bietet sich auch die Bereitstellung von USB-Sticks an.
Die Ausspielung von Video-Dateien erfolgt ausschließlich auf bereitgestellte externe Festplatten unserer Kunden. Diese müssen NTFS- oder exFAT-formatiert sein und an PC-Systemen erkannt werden. Das NTFS-Format erlaubt im Unterschied zum FAT32-Format das Abspeichern von großen Dateien mit über 4 GB. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema!
Die Speicherung der Daten auf Ihre Speichermedien ist gratis!
Vor allem bei einer großen Anzahl an Vorlagen können Sie somit Materialkosten für CD- oder DVD-Rohlinge einsparen!
Selbstverständlich behandeln wir Ihre Speichermedien mit höchster Sorgfalt. Für die Rücksendung verwenden wir erneut Ihre Verpackung. Dennoch kann von uns keine Haftung für mögliche Defekte während des Gebrauchs oder für die Rücksendung bzw. Anlieferung übernommen werden.